40 Jahre im Herzen von Frienisberg – Goran Stajkovic' bewegende Reise
Die ersten Schritte
1984 kam der gelernte Schlosser aus Serbien in die Schweiz, frisch verheiratet und voller Tatendrang. Ohne Deutschkenntnisse, aber mit einer Dolmetscherin stellte er sich beim damaligen Geschäftsführer vor. "Der erste Tag war ein Abenteuer", erinnert er sich schmunzelnd. Ohne moderne Hilfsmittel hiess es damals: anpacken und lernen.
Wandel und Wachstum
Die ersten Jahre waren herausfordernd, doch mit Fleiss und der Unterstützung der Bewohner:innen eignete sich Goran rasch die Sprache an. Goran erinnert sich: „Damals war man alles in einem: Betreuer, Pfleger, Mechaniker, Vater, Reinigungskraft“. Goran genoss diese Vielfältigkeit, betont aber auch, dass es eine sehr grosse Aufgabe war.
Die Entwicklung von Frienisberg hat er hautnah miterlebt – von Vierbettzimmern zu modernen Einzelzimmern, von einfachen Abläufen zu digitalen Strukturen. Auch die Betreuung hat sich verändert: "Früher waren psychische Erkrankungen seltener, heute sind sie ein wichtiger Teil unserer Arbeit."
Die Kraft der Menschlichkeit
Was ihn all die Jahre antreibt? "Die Bewohner:innen", sagt er ohne Zögern. Frienisberg wurde für viele von ihnen zur Ersatzfamilie. Seine wichtigste Botschaft für neue Mitarbeiter:innen lautet:
Ein Blick nach vorn
Drei Jahre bleiben ihm bis zur Pensionierung. Mit Wehmut, aber auch Hoffnung blickt er in die Zukunft: "Möge Frienisberg seine Besonderheit bewahren und sich gleichzeitig weiterentwickeln." Für ihn bleibt eines sicher: Dieser Ort ist für ihn mehr als ein Arbeitsplatz – er ist ein Zuhause.